Das energieeffizienteste Rechenzentrum der Schweiz hat seinen Betrieb aufgenommen. Mit der LEXO GmbH hat ein erstes Unternehmen seinen Zentralrechner in das Rechenzentrum Ostschweiz verlagert.

Am Gebäude des Rechenzentrums Ostschweiz müssen noch letzte Arbeiten erledigt werden, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Doch der Datentresor steht den Kunden bereits mit allen Dienstleistungen zur Verfügung. Mit dem IT-Unternehmen LEXO GmbH aus Speicherschwendi AR nutzt bereits eine Firma das Rechenzentrum in der St.GallenBodenseeArea.

„Technik ist für uns wie die Luft zum Atmen. Ich würde uns als Technik-Nerds bezeichnen und als solche sind wir sehr stolz, die ersten zu sein, die in das modernste Rechenzentrum der Schweiz eingezogen sind“, wird LEXO-CEO Marcus Fleuti in der Mitteilung zitiert. „Der Umzug in das Gebäude ist reibungslos verlaufen. Unsere Server sind installiert, alles läuft perfekt und sehr schnell. Rückblickend kann ich sagen, dass die ganze Zusammenarbeit mit den Zuständigen absolut professionell, zuvorkommend und unkompliziert verlaufen ist.“

Der Projektleiter des Rechenzentrums, Christoph Baumgärtner, bezeichnet den Einzug der LEXO GmbH als „Highlight“. „Uns allen wurde an diesem Tag bewusst, was und wieviel bis zu diesem Punkt geleistet wurde. Hier hat ein Team von rund 200 internen und externen Fachspezialisten mit grossem Einsatz und hoher Fachkompetenz etwas geschaffen, worauf wir stolz sein dürfen.“ Das Rechenzentrum erklärt zudem, dass bereits in naher Zukunft weitere Firmen ihre Server in den neuen Datentresor verlagern werden.

Weniger Smog, umweltfreundlichere Autos und koordiniertes Abfallmanagement: Cleantech ist in Polen im Aufwind. Die Vielzahl der Projekte birgt zahlreiche Geschäftschancen für Schweizer KMU. 

Obwohl Luftverschmutzung in Polen schon seit vielen Jahren ein ernsthaftes Problem darstellt, zieht das Thema Smog erst seit vergangenem Jahr verstärkt Aufmerksamkeit auf sich. Rund 90% des Smogs entstehen durch sogenannte «häusliche Kleinfeuer», also durch den Betrieb veralteter Heizkessel und die Verbrennung von Kraftstoffen minderer Qualität.  Laut Weltgesundheitsorganisation liegen 33 der 50 am stärksten belasteten Städte innerhalb der Europäischen Union in Polen. Die Regierung will nun handeln und hat Anti-Smog-Programme für jede der betroffenen Städte angekündigt. Die erste Neuregelung zur Smogreduktion betrifft die Vorgaben für Heizkessel. Ab Juli 2018 werden am Markt nur noch Modelle mit verbesserter Umweltleistung erhältlich sein, also Kessel mit Emissionsklasse 5 oder höher.

Nach Angaben des Umweltministeriums hat Polen in den vergangenen beiden Jahren 2 Mrd. PLN (0,5 Mrd. EUR) in die Verbesserung der Luftqualität investiert. Bis 2020 werden sich die Investitionen zur Bekämpfung der Luftverschmutzung auf geschätzte 11 Mrd. PLN (2,6 Mrd. EUR) summieren. Eine Finanzierungsquelle hierfür ist die neu eingeführte Recyclinggebühr, eine Abgabe auf Plastiktüten im Einzelhandel.

Besonders deutliche Massnahmen zur Bekämpfung von Smog werden auf kommunaler Ebene getroffen. 7 von 16 Woiwodschaften (lokale Verwaltungseinheiten) haben Anti-Smog-Beschlüsse erlassen. Die strengsten Auflagen gelten in Krakau. Die Stadt hat für alle veralteten Heizsysteme eine Modernisierungsfrist bis 2022 festgesetzt und das Heizen mit Kohle und Holz ab September 2019 verboten. Viele Städte gewähren darüber hinaus Zuschüsse für den Austausch alter Heizanlagen durch umweltfreundliche Systeme.

Zu den geplanten Massnahmen gegen Smog gehören zum Beispiel die Modernisierung von Wärmenetzen, die Erhöhung der Energieeffizienz in Gebäuden (Belüftungssysteme, thermische Modernisierung), die Förderung umweltfreundlicher Heizquellen (Wärmepumpen, ökologische Heizkessel, Erdwärme), intelligenter Systeme zur Analyse und Steuerung des Energieverbrauchs sowie von Geräten zur Messung der Luftqualität.

2018 – Ein entscheidendes Jahr für die Elektromobilitätsbranche

Polen steht in der Entwicklung des elektrischen Transports und der entsprechenden Infrastruktur noch ganz am Anfang. Nach Angaben des Dachverbands der europäischen Automobilindustrie (ACEA) wurden in Polen in den ersten drei Quartalen 2017 20’242 neue Fahrzeuge mit alternativer Antriebstechnologie (Elektro, Hybrid, LPG und Ethanol) zugelassen. Dies entspricht einem Zuwachs von 67% im Jahresvergleich. Der Anteil an batterieelektrischen, also rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen, ist mit 263 Neuzulassungen eher gering. Nichtsdestotrotz verbirgt sich hinter dieser Zahl ein Zuwachs von beachtlichen 281% im Jahresvergleich.

Angesichts der starken Smogbelastung gilt die Elektromobilität als eine der wichtigsten Gegenmassnahmen. Das Entwicklungsministerium kündigte im März 2017 einen Elektromobilitätsplan an, der bis 2025 eine Million Elektrofahrzeuge auf polnische Strassen bringen soll.

2018 wird zum Schlüsseljahr für die Elektromobilitätsbranche in Polen. Das Gesetz über Elektromobilität, das Anreize für die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs bietet, wird voraussichtlich im ersten Quartal in Kraft treten. Die neuen Regelungen sollen den E-Transport attraktiver machen und der Branche wichtige Impulse geben.

Öffentliche Ausschreibungen im Bereich Elektromobilität

Derzeit gibt es ca. 300 Ladestationen für Elektrofahrzeuge, hauptsächlich im Grossraum Warschau und an strategischen Standorten wie Einkaufszentren und Supermärkten. So hat beispielsweise der Discounter Lidl in Zusammenarbeit mit ABB damit begonnen, eigene Ladestationen zu errichten. Im Jahr 2017 wurden bereits drei Stationen installiert, weitere sind in Planung.

Darüber hinaus sollen bis Ende 2020 6’000 neue Ladeplätze und 400 Schnellladestationen errichtet werden. Die Investitionen in Ladestationen und die entsprechende Modernisierung des Stromnetzes werden geschätzte 500 Millionen Euro betragen. Es ist zu erwarten, dass die lokalen Behörden mit der Inkraftsetzung des Gesetzes über Elektromobilität zahlreiche öffentliche Ausschreibungen vornehmen werden.

Des Weiteren plant Polen, eine eigene E-Fahrzeugmarke an den Start zu bringen. Das Unternehmen Electromobility Poland, das unter der Leitung grosser Energiekonzerne steht, hat einen Wettbewerb zur Entwicklung des ersten polnischen Elektroautos angekündigt. Derzeit sucht Electromobility Poland nach einem geeigneten Produktionspartner. Abnehmer der ersten polnischen E-Fahrzeuge werden drei grosse Energiekonzerne und staatliche Fernsehanstalten sein, die bereits einen Bedarf an 2’000 Fahrzeugen angekündigt haben.

Schätzungen des Entwicklungsministeriums zufolge fuhren in polnischen Städten im Oktober 2017 79 Elektrobusse, 349 weitere sind in Planung. Das Ministerium geht davon aus, dass diese Zahl bis 2023 auf 1’000 steigen wird. Die Anschaffung wird durch die nationale Stiftung für Umweltschutz und Wasserwirtschaft finanziert. Ein entsprechender Vertrag wurde im Dezember 2017 unterzeichnet, und das Budget in Höhe von 2,5 Mrd. PLN (0,6 Mrd. EUR) ist mittlerweile bestätigt. Aktuell erwartet die Stadt Warschau die Lieferung von 130 Elektrobussen, die vom polnischen Unternehmen Solaris Bus & Coach produziert werden. Weitere polnische Hersteller von Elektrobussen sind Autosan und Ursus. Im Oktober 2017 setzte sich letzterer in einer Ausschreibung der Stadt Zielona Gora in Westpolen durch und wird 2018 47 E-Busse ausliefern.

EU-Schwellenwerte für erneuerbare Energiequellen

Die Energieerzeugung in Polen wird nach wie vor von Steinkohle dominiert. Auch wenn sich daran wohl so schnell nichts ändern wird, hat das Land sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 den Anteil erneuerbarer Energien am Energie-Mix des Landes auf 15% zu erhöhen. 2016 betrug der Anteil nur 11,3% und war im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht rückläufig. Die Marktsituation war in den vergangenen beiden Jahren schwierig und brachte Polen seinem erklärten Ziel nicht näher. Experten sagen für 2018 jedoch eine positivere Entwicklung voraus.

Aufgrund der sinkenden Energieproduktionskosten in Offshore-Windparks sind Investitionen in weitere Parks zu erwarten. Das polnische Unternehmen Polenergia plant derzeit den Bau zweier neuer Windparks in der Ostsee. Die ersten Genehmigungen liegen bereits vor, sodass der Bau 2020 bzw. 2023 beginnen kann.

Die Investition in erneuerbare Energiequellen kann mit Fördermitteln aus zwei EU-Programmen bezuschusst werden: Infrastruktur und Umwelt und Regionale operationelle Programme. Im Rahmen dieser Programme stehen für den Zeitraum 2014 – 2020 1,2 Mrd. Euro zur Förderung erneuerbarer Energien bereit. Vor Kurzem wurden neue Projekte zur Förderung der Nutzung erneuerbarer Energien durch Unternehmen mit einem Investitionsvolumen in Höhe von 100 Mio. PLN (24 Mio. EUR) angekündigt (z. B. Anlagen für erneuerbare Energien, energieeffiziente Produktionslinien, Thermomodernisierung von Gebäuden). Unternehmen können die Fördermittel bis Ende März 2018 beantragen.

Finanzmittel für Investitionen in Abfallmanagement

Polen muss ab 2020 50% aller Papier-, Glas-, Metall- und Kunststoffabfälle recyceln. Aktuell liegt der Anteil erst bei ca. 25%. Das bedeutet, in der Abfallwirtschaft werden in naher Zukunft erhebliche Investitionen erforderlich.  Im August 2017 hat die Europäische Kommission Zuschüsse in Höhe von 1,2 Mrd. Euro für Investitionen in die polnische Abfallwirtschaft bewilligt. Die Mittel fliessen in den Bau, die Modernisierung und die Entwicklung kommunaler Sammel- und Recyclinganlagen, Sortieranlagen sowie Biogas- und Kompostieranlagen.

So profitieren Sie von diesen Möglichkeiten

Ist einer der erwähnten Bereiche für Ihr Unternehmen besonders interessant? Kontaktieren Sie unsere Polen-Beraterin Katalin Dreher Hajnal. Vereinbaren Sie einen unverbindlichen Beratungstermin und erfahren Sie, welche Chancen der Markt für Sie bereithält. Weitere Informationen

 

Ab Herbst 2018 bietet die Hochschule Luzern neu auch den Master-Studiengang Applied Information and Data Science an. Dieser soll Studierende zu Datenspezialisten ausbilden.

Der neue Master-Studiengang bietet eine wissenschaftlich fundierte und anwendungsorientierte Fach- und Managementausbildung an, wie die Hochschule Luzern in einer Medienmitteilung erklärt. Er steht grundsätzlich allen Studierenden mit einem Bachelor-Abschluss einer Universität oder Fachhochschule offen.

Nach Ansicht der Hochschule Luzern sind Daten „die Ressource des 21. Jahrhunderts“. Sie beeinflussen einen immer grösseren Teil des täglichen Lebens und der Arbeitswelt. Insgesamt fordere die rasant wachsende Verfügbarkeit von Daten bestehende Geschäftsmodelle von Unternehmen heraus. Entsprechend gross sei die Nachfrage nach Fach- und Führungskräften mit Datenkompetenzen.

„Unsere Studierenden sollen ein Gespür für das wirtschaftliche und gesellschaftliche Potenzial von Daten entwickeln und in der Lage sein, dieses mithilfe moderner Datentechnologien und Analysemethoden zu erschliessen“, erklärt Studiengangleiter Andreas Brandenberg. Wichtig sei es, Studierende für die rechtlichen, ethischen und sozialen Fragen zu sensibilisieren, die mit der breiten Nutzung und Verwertung von Daten verbunden sind.

Der Studiengang verbindet den Angaben zufolge Wissen aus Disziplinen wie Sozialwissenschaften, Informatik, Design, Statistik, Management und Recht. Vier Departemente der Hochschule Luzern sind daran beteiligt: Wirtschaft, Design und Kunst, Informatik sowie Technik und Architektur. 

Das Basler Wagniskapitalunternehmen BioMedPartners hat den Fonds BioMedInvest III mit einem Kapital von 100 Millionen Franken geschlossen. Durch Investitionen in private Jungunternehmen soll nun der Schweizer Life Science Cluster weiterentwickelt werden.

Hauptinvestoren im Fonds BioMedInvest III sind der European Investment Fund (EIF) und die Berner Kantonalbank (BEKB), heisst es in einer Medienmitteilung von BioMedPartners. Markus Hosang, General Partner bei BioMedPartners, ergänzt, dass sich auch die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) und mehrere Privatinvestoren an dem Fonds beteiligt haben.

„Wir sind stolz, die BioMedPartners AG vor 15 Jahren als führende Venture Capital Gesellschaft und Investor von Jungunternehmen der Life Science Branche in Europa gegründet zu haben. Das erfolgreiche Closing unseres dritten Venture Capital Fonds ist ein wichtiger Meilenstein für die künftige Weiterentwicklung des Life Science Clusters in der Schweiz“, wird Thomas Möller, ebenfalls General Partner bei BioMedPartners, in der Mitteilung zitiert.

Das Basler Unternehmen will die 100 Millionen Franken in zwölf bis 15 Jungunternehmen aus den Bereichen Biotechnologie, Medtech und Diagnostik investieren. Diese Start-ups sollen auch darüber hinaus gefördert werden. BioMedPartners will dazu seine Erfahrungen und sein Netzwerk aus Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft einbringen. Neben Firmen aus der Schweiz stehen dabei auch Unternehmen aus den Nachbarländern im Fokus. So wurde auch bereits in drei Jungunternehmen investiert. Dabei handelt es sich um die französische Antibiotikafirma Allecra Therapeutics, die in der Regio Basel ansässig ist, sowie jeweils eine Biotechfirma aus Genf (Amal Therapeutics) und Deutschland (Cardior Pharmaceuticals).

Der Flughafen Zürich belegt beim Airport Service Quality Award 2017 in der Kategorie Europa erneut den dritten Rang. Punkten konnte er dank der hohen Kundenzufriedenheit.

Das gute Ergebnis des Flughafens Zürich ist das Ergebnis „der engen Zusammenarbeit zwischen der Flughafenbetreiberin und den über 280 Partnerfirmen sowie des täglichen Einsatzes aller Mitarbeitenden“, hält die Flughafen Zürich AG in einer Medienmitteilung fest. Den dritten Rang teilt sich der Flughafen Zürich mit Rom Fiumicino. Den ersten Platz belegt der Flughafen Sotschi, den zweiten Rang teilen sich Malta, Moskau-Scheremetjewo und Porto.

Der internationale Dachverband der Flughafenbetreiber mit Sitz in Montreal vergibt den Airport Service Quality (ASQ) Award jährlich. Der Sieger wird anhand von Befragungen ermittelt. Insgesamt werden rund 600.000 Rückmeldungen von Kunden in die Studie miteinbezogen. Erhoben wird die Einschätzung der Passagiere in Bezug auf 34 unterschiedliche Indikatoren – darunter die Erreichbarkeit des jeweiligen Flughafens, der Check-in oder das Kommerz- und Gastronomieangebot.

Hinter den Leistungen des Flughafens Zürich stehen den Angaben der Flughafen Zürich AG zufolge rund 27.000 Mitarbeitende. Im Jahr 2017 nutzen 29.369.094 Passagiere die Dienste des Flughafens Zürich, 6,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Im Frachtgeschäft wurde eine Zunahme um 13,1 Prozent auf 490.452 Tonnen abgewickelter Fracht verzeichnet. 

Das Unternehmen aus Worb im Kanton Bern ist auf die Innenreinigung von Behältern spezialisiert. Mit diesem System werden derzeit hauptsächlich Weinfässer rund um den Globus gereinigt. Gut die Hälfte des Umsatzes macht das Unternehmen allein mit dem erfolgreichen Exportgeschäft, dieser Anteil soll in den kommenden Jahren weiter wachsen – unter anderem dank der Weiterentwicklung des Geschäftsmodells.

Der grösste Auslandsmarkt für die MOOG Cleaning Systems AG ist momentan Frankreich. Etwa ein Drittel des Exportumsatzes macht das Unternehmen in der «Grande Nation» – und das trotz zahlreicher Herausforderungen, wie CEO Stefan Exner erklärt: «Das Jahr 2017 war in Frankreich wirtschaftlich gesehen nicht einfach, trotzdem konnten wir unseren Umsatz um 8 Prozent steigern.» Dieses Wachstum soll auch in den kommenden Jahren weitergehen, dafür will sich die MOOG Cleaning Systems AG neben Weinfässern auch in anderen Branchen etablieren: «Potenzial besteht beispielsweise in der Chemie-, Lebensmittel- oder Bauindustrie.»

Nachhaltige Reinigung

Das Reinigungssystem des Berner Unternehmens funktioniert mit einem starken Wasserstrahl und ist für die Innenreinigung unterschiedlicher Behälter geeignet. «Wir brauchen dafür vergleichsweise wenig Wasser und verzichten in der Regel auf Chemiezusätze», erklärt Stefan Exner. «Gleichzeitig haben unsere Produkte eine lange Lebensdauer, sie werden von den Kunden über Jahrzehnte genutzt.» Aufgrund dieser nachhaltigen Kriterien seien Kunden auch bereit, dafür tiefer in die Tasche zu greifen. Hinzu kommt laut Stefan Exner, dass jeder Produzent letztlich auch selber von dieser Sauberkeit profitiert: «Saubere Behälter sind die Voraussetzung für qualitativ hochwertige Produkte, sei es in der Weinproduktion oder in anderen Industriebereichen.»  

Ausbau der Exportgeschäfte

In Frankreich hat die MOOG Cleaning Systems AG bereits begonnen, neben der Weinfässer-Reinigung auch in anderen Sektoren auf sich aufmerksam zu machen. Länder wie Spanien, Italien oder Deutschland sollen dazukommen, genauso wie Nordamerika und die asiatischen Länder: «Dort spielen vor allem die Bau-, Chemie- und Lebensmittelindustrie eine grosse Rolle», so Stefan Exner. Aber: «Wir dürfen nicht vergessen, dass wir ein KMU mit 30 Angestellten sind. Wir können nicht alle Länder auf einmal erschliessen, sondern müssen schrittweise vorangehen.»

Zusätzliche Unterstützung für die Exportprojekte holt sich das Unternehmen jeweils bei Switzerland Global Enterprise (S-GE): «Die Berater haben ein vertieftes Länderwissen und können Fragen zur Markterschliessung oder zu Lohnzahlungen kompetent beantworten», so Stefan Exner. Für ihn sei dieser Service von S-GE enorm wertvoll, zeitsparend und letztlich auch mitverantwortlich für den weiteren Exporterfolg:  «Die Internationalisierung ist für uns die Voraussetzung, dass wir in die Produktentwicklung und somit in einen Nischenmarkt investieren können. Dank dieser Investitionen und dem Potenzial des internationalen Marktes haben wir es auch geschafft, in dieser Technologie führend zu werden.» Der CEO wagt sogar zu sagen: «Ohne Export würde es das Unternehmen heute wahrscheinlich nicht mehr geben.» Dank Innovation und einer ausgetüftelten Strategie präsentiert sich die MOOG Cleaning Systems AG aber zuversichtlich und erfolgreich auf dem Weltmarkt und kann so 17 von 30 Arbeitsplätzen sichern, die direkt vom Export abhängen.

Das Jungunternehmen Scandit aus der Greater Zurich Area stellt der Drogeriemarktkette dm seine innovative Technologie zum Scannen von Barcodes bereit. Gemeinsam haben die Partner nun den Retail Technology Award Europe in der Kategorie beste Filiallösung gewonnen.

Die deutsche Drogeriemarktkette dm und Scandit arbeiten seit dem vergangenen Herbst zusammen. Im Rahmen der Kooperation hat dm 25.000 Mitarbeitende in 3450 Filialen mit einem Mobiltelefon ausgestattet, in welches die Barcode-Lösung MatrixScan von Scandit integriert ist. Die App ermöglicht es, mehrere Barcodes auf einmal zu scannen und in Echtzeit zu verarbeiten. Richtige Codes werden dank virtueller Realität hervorgehoben. So kann mit Hilfe der App beispielsweise bei der Paketabholung das richtige Paket des Kunden visuell hervorgehoben werden. Insgesamt trägt die App zur Beschleunigung und Effizienz der täglichen Arbeit von Mitarbeitenden bei.

Scandit wurde nun gemeinsam mit dm mit dem Retail Technology Award Europe (retaausgezeichnet, den das EHI Retail Institute in diesem Jahr zum elften Mal in Düsseldorf vergeben hat. Die Partner haben in der Kategorie Best In-Store Solution gewonnen. In dieser werden Händler ausgezeichnet, welche die Effizienz in ihrem Geschäft durch innovative Lösungen verbessern konnten.

Scandit wurde 2009 von Forschern der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) und IBM Research gegründet und hat seinen Hauptsitz in Zürich. Zu den Kunden des Start-ups gehören Unternehmen wie die Modemarke Louis Vuitton, das Logistikunternehmen DHL sowie der Warenhausbetreiber Macy’s.

Sie sind ein Schweizer Lebensmittel- oder Getränkehersteller oder -händler und suchen Kontakte zu Retailern, Distributoren oder Kunden in Russland? Oder Sie sind bereits aktiv auf dem russischen Markt, wollen aber ihr Netzwerk erweitern? Die Fact Finding Mission von S-GE und dem Swiss Business Hub Russia bietet Ihnen genau dies.

Vom 16.-19. April 2018 haben Schweizer und Liechtensteiner KMU die Gelegenheit, in Moskau und St. Petersburg Kontakte mit Retailern zu knüpfen sowie Distributoren und potentielle Kunden kennenzulernen.

Herr Kühn, an wen richtet sich die Fact Finding Mission nach Russland?
Wir sprechen Schweizer und Liechtensteiner Firmen an, die neu den russischen Markt aufbauen oder diesen erweitern möchten. Die Mission bietet eine Gelegenheit, mit Retailern in direkten Kontakt zu treten und mögliche Distributoren zu treffen sowie den russischen Lebensmittel- und Getränkemarkt kennenzulernen. Aber auch bereits etablierte Firmen, die ihr Netzwerk ausbauen wollen, können profitieren. Letztes Jahr brachten wir eine russische Delegation mit 15 hochkarätigen Retailvertretern aus der Branche in die Schweiz. Die Nachfrage von beiden Seiten für B2B-Meetings war gross und wir freuen uns, im April den Gegenbesuch durchzuführen.

Welche Schweizer Produkte sind gefragt?
Grundsätzlich geniessen alle Schweizer Produkte einen hervorragenden Ruf und werden von der kaufkräftigeren Kundschaft sehr geschätzt. Besonders bekannt und auch nachgefragt sind Käse und Milchprodukte allgemein, natürliche und Bio-Produkte, aber auch Trockenprodukte, Babynahrung (z. B. Milchpulver), Gefrierprodukte und natürlich Schokolade.

Warum sollen Schweizer KMU teilnehmen?
Der russische Markt entwickelt sich für Konsumgüter insgesamt sehr positiv. Wir beobachten wachsendes Interesse im Nahrungsmittelbereich auf beiden Seiten. Dank der guten Zusammenarbeit zwischen dem Swiss Business Hub Russia, unseren lokalen Kollegen vor Ort, und dem russischen Retailverband stehen uns alle Türen offen und wir können KMU eine optimale Plattform bieten. Der Swiss Business Hub kennt die Importeure von Schweizer und internationalen Produkten und verfügt über ein grosses Netzwerk an lokalen Kontakten.

Welche Gelegenheit zum Netzwerken gibt es?
Am Abend des Anreisetags (16. April) können sich die Teilnehmer untereinander beim Empfang in der Residenz des Leiters des Swiss Business Hub vernetzen. Zudem bekommen sie bei dieser Gelegenheit einen ersten Überblick über den russischen Nahrungsmittelmarkt. Am zweiten Tag folgen B2B-Meetings mit russischen Retailern und Distributoren, gefolgt von einem Besuch eines grossen Retail Stores in Moskau und einem Networking-Event mit dem Verband der russischen Retailern. Am Mittwoch fahren wir mit dem Zug von Moskau nach St. Petersburg – eine gute Gelegenheit für die Teilnehmer, sich vertieft untereinander auszutauschen. In St. Petersburg bieten wir wiederum B2B-Metings an und bringen erfahrene Firmen mit Newcomern für einen Erfahrungsaustausch an einen Tisch. Dabei treffen die Teilnehmer auch die russischen Vertreter von Schweizer Firmen und profitieren vom lokalen Know-how oder Themen wie Compliance und Marktentwicklung. Wir besuchen die «Swiss Days» im Shoppingzentrum Raduga, wo Schweizer Food- und Non-Food-Hersteller ihre Produkte ausstellen. Am Abend ist wiederum Zeit fürs Netzwerken, beim Abendessen in der Residenz des Generalkonsuls in St. Petersburg.

Im Rahmen der Mission besuchen die Teilnehmer auch die «Swiss Days @Raduga» in St. Petersburg. Wie stark sind Schweizer Produkte bei Raduga vertreten?
Man findet bereits einige Schweizer Produkte in diesem hochwertigen Einkaufszentrum, zum Beispiel von Victorinox. Zudem haben Strellson und SWATCH sogar eigene Shops.  Die «Swiss Days @Raduga» bieten bereits in Russland aktiven Schweizer Firmen eine gute Gelegenheit, an einem Schweizer Stand Qualitätsprodukte zu zeigen und Tastings anzubieten. Dabei geht es um Marktoptimierung und den Ausbau von Geschäftskontakten.

Es sind nicht nur Lebensmittel dabei – der Schweizer Uhrenverband etwa macht eine tolle Wanderausstellung, was ein grosses Publikum anzieht. Aktuell stehen wir bei über 20 Schweizer Brands, welche an den «Swiss Days @ Raduga» ausstellen werden! Zudem sind Medien, Blogger und Influencer aus dem FMCG-Bereich, der Retailverband REDIS und zahlreiche Distributoren eingeladen– eine grosse Chance für mediale Aufmerksamkeit für die teilnehmenden Firmen.

Was sind die drei Do’s beim Geschäften in Russland?

  1. Marktpotenzial, Eintrittshürden und Geschäftskontakte genau abklären – hier helfen wir bei S-GE gerne dabei.
  2. Die wichtigsten Informationen zum Unternehmen und den Produkten auf Russisch übersetzen lassen.
  3. Langfristiges Interesse zeigen.

 

Mehr Informationen zum Exportmarkt Russland

Video: So funktioniert eine Länderberatung bei S-GE

Deutschland, eine der grossen Autobauernationen, steht vor einer wegweisenden Zukunft: Einerseits bringt die Forschung günstigere und nachhaltigere Materialien hervor. Andererseits entwickelt sich die Technik massiv schnell weiter. Ein vollautomatisiertes und fahrerloses Fahren scheint immer näher zu kommen und Autos dürften künftig noch umweltfreundlicher unterwegs sein. Schweizer Unternehmen können die deutsche Automobil-Branche bei diesen neuen Entwicklungen unterstützen.

Mit BMW, Volkswagen oder Mercedes gehört Deutschland zu den wichtigsten Autobauern weltweit. Die Autoindustrie ist auch für die heimische Wirtschaft enorm von Bedeutung und die künftigen Entwicklungen sind mitentscheidend für den weiteren Erfolg. Damit Sie als Schweizer Unternehmen Ihre Entwicklungen präsentieren können, finden im Herbst 2018 sogenannte «Strategie-Tage Elektromobilität Deutschland» statt. Die genauen Daten werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. Das Ziel dieser Tage ist, dass Schweizer Maschinenbauer und Elektroingenieure mit deutschen Firmen ins Gespräch kommen und ihre Technologien und Lösungen anbieten können.

Die Strategie-Tage für die Elektromobilität in Deutschland möchten wir Ihren Bedürfnissen anpassen. Deshalb rufen wir Sie dazu auf, an unserer Umfrage teilzunehmen: Sind Sie bereits in der Elektromobilitäts-Branche in Deutschland tätig? Wo können wir Sie unterstützen? Zur Umfrage

Unter den Teilnehmern verlosen wir 10 kostenlose Teilnahmen am Workshop «Zukunftsfeld Elektromobilität Deutschland» im Frühjahr in Zürich. Der Workshop wird unter anderem durch den Automotive-Experten des Swiss Business Hub Germany, Lutz Berners von Berners Consulting, geleitet.

Übersicht über die Entwicklung der Elektroautos in Deutschland

Elektromobilität gewinnt auch in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Die Zahl der Elektroautos auf deutschen Strassen steigt, ist aber immer noch sehr gering. Ende 2016 waren 34’000 Elektroautos in Deutschland registriert. Etwas höher liegt die Zahl bei den Hybrid-Autos, dort wurden Ende 2016 insgesamt 165’000 Autos gezählt.  
Seit Juli 2016 gibt es zwar eine Kaufprämie für Elektroautos, die Zahl der Anträge bleibt jedoch bei durchschnittlich 2000 pro Monat und davon sind auch noch viele Anträge für Hybrid-Autos. Das Fördermittel läuft Mitte 2019 aus.
Die Anzahl der Ladestationen beträgt seit Anfang dieses Jahres 8300, mit jeweils etwa drei Anschlüssen, was noch sehr wenig ist. In Deutschland gibt es zudem nur 200 Busse mit Elektroantrieb, die befinden sich zudem noch meist im Testbetrieb. Jedem E-Bus stehen so jeweils 500 herkömmliche Busse gegenüber.

Wie Sie die Elektromobilität in Deutschland mitgestalten können

Die genauen Daten für die Strategie-Tage 2018 in Deutschland werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. Für weitere Infos kontaktieren Sie Christian Cohn vom Swiss Business Hub Germany. Jetzt kontaktieren

Wenn Sie bereits heute Ihr Potenzial in Deutschland unverbindlich ausloten möchten, dann nehmen Sie an einem kostenlosen Beratungsgespräch teil oder kontaktieren Sie unsere Beraterin für Deutschland Nadja Kolb. Jetzt kontaktieren  

Das Basler Pharmaunternehmen Novartis hat eine Zusammenarbeit mit der US-Firma Pear Therapeutics vereinbart. Dadurch sollen digitale Therapien zur Behandlung von Schizophrenie und Multipler Sklerose entstehen.

Pear Therapeutics entwickelt Software, die zur Behandlung von verschiedenen Krankheiten verschrieben werden soll. Im September hat die US-Arzneimittelbehörde Food and Drug Administration (FDA) dem Unternehmen eine Zulassung für eine Behandlung von Substanzmissbrauch durch eine über mobile Geräte umgesetzte digitale Therapie erteilt. Es war die erste Zulassung der FDA für eine digitale Therapie. Anfang Jahr hat Pear Therapeutics eine Finanzierungsrunde durchgeführt, an welcher sich Novartis beteiligt hat. Nun hat das Basler Pharmaunternehmen seine Zusammenarbeit mit Pear Therapeutics erweitert, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

Novartis wird seine Erfahrungen im Bereich der Biopharmaforschung in die Zusammenarbeit einbringen. Beide Firmen wollen digitale Behandlungsformen für Schizophrenie und Multiple Sklerose entwickeln, die gegebenenfalls in Kombination mit einer medikamentösen Behandlung angewendet werden können. «Psychische und neurologische Krankheiten stellen eine hohe körperliche, mentale und wirtschaftliche Belastung für Patienten und deren Familien dar», wird Jay Bradner zitiert, der Präsident des Novartis-Instituts für biomedizinische Forschung. «Da digitale Geräte immer weiter verbreitet sind, könnten verschreibungspflichtige digitale Therapien in der Zukunft eventuell eine wichtige Rolle bei Behandlungsmodellen für einige Krankheiten spielen, für die bislang ein ungedeckter Bedarf herrscht.»

Pear Therapeutics wird seine Plattform THRIVE in die Zusammenarbeit einbringen, die gemeinsam für die klinische Entwicklung vorangebracht werden soll. Diese wurde für die digitale Behandlung von Schizophrenie entwickelt. Für die Behandlung der mentalen Aspekte der Multiplen Sklerose soll zudem eine neue Behandlungsform erarbeitet werden.

Novartis setzt einen strategischen Schwerpunkt auf die Zusammenarbeit mit Firmen aus der digitalen Medizin, um eine neue Generation medizinischer Innovation zu ermöglichen. Das Engagement des Basler Unternehmens umfasst Technologien zur Überwachung der Verfassung der Patienten oder auch zur Verbesserung des Behandlungserfolges von Therapien.

ODEM konnte bei einer ICO-Vorverkaufsrunde 2,2 Millionen Euro einnehmen. Das Start-up aus dem Kanton Tessin entwickelt eine auf der Blockchain-Technologie basierende Ausbildungsplattform.

ODEM hat bei einem Initial Coin Offering (ICO)-Vorverkauf 2,2 Millionen eingenommen und damit sein eigenes Ziel übertroffen. Das Unternehmen entwickelt eine Bildungsplattform, welches es in einer Medienmitteilung als das künftige „Airbnb der internationalen Bildung“ bezeichnet.

Im Gegensatz zu Online-Bildungsanbietern konzentriert sich ODEM auf die Entwicklung von Kursen und Programmen, die persönlich begleitet werden. Nutzer können also Kurse selber anbieten oder Kurse von anderen absolvieren. Die Koordination läuft über die Blockchain-Technologie. Ziel ist es, den Lernenden die Möglichkeit zu geben, ihre Ausbildung selbst zu gestalten und zu steuern.

„Unsere ultimative Vision ist es, dafür zu sorgen, dass jeder Student gleichberechtigten Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung erhält“, erklärte CEO Richard Maaghul in einer früheren Mitteilung. „Die ODEM-Plattform wird die Bildung, wie wir sie heute kennen, verändern.“

Mit dem frischen Geld will ODEM die Entwicklung der Beta-Version der Plattform vorantreiben. Diese soll im Juli 2018 veröffentlicht werden. „Wir haben jetzt das Team und die Ressourcen, um der Welt zu zeigen, dass wir die Blockchain-Technologie für eine positive Umwälzung der internationalen Ausbildungsbranche nutzen können“, so Maaghul.

Bei der Plattform arbeitet ODEM nach eigenen Angaben mit dem US-Bildungsunternehmen Excelorators Inc.zusammen, das bereits Beziehungen zu mehr als 200 Professoren und Dozenten unterhält. ODEM geht davon aus, dass diese zu den Erstanwendern der Plattform zählen werden.

Währungsabsicherung und Planungssicherheit sind zwei Faktoren, die Schweizer KMU beschäftigen. Trotz wirtschaftlich guter Aussichten wird sich das Risiko von Währungsschwankungen nicht nachhaltig reduzieren. Welche Strategien ein Unternehmen verfolgen kann, hat die Credit Suisse in einer Publikation veröffentlicht.

Wie schaffen es Schweizer KMU, sich trotz Währungsrisiken auf ihr Kerngeschäft zu fokussieren? Die Credit Suisse befragte über 300 Schweizer Firmenkunden zu ihren Erwartungen bezüglich der Schweizer Wirtschaft und der Wechselkurse für das Jahr 2018. Dank des markanten Wachstums in den Hauptabnehmerländern und geringerer politischer Risiken in Europa dürften die Schweizer KMU weniger Währungsturbulenzen als im Vorjahr erwarten. Laut der Studie gehen die meisten Unternehmen davon aus, dass sich das Schweizer Wirtschaftswachstum in diesem Jahr mindestens so dynamisch entwickeln wird wie 2017, auch wenn ihre Beurteilung nicht ganz so optimistisch ausfällt wie die zahlreicher Ökonomen und Finanzanalysten.

Wie in kaum einem anderen Land sind in der Schweiz auch kleinere Unternehmen beträchtlichen Währungsrisiken ausgesetzt. Denn die Mehrheit der befragten KMU ist eng mit ausländischen Märkten verflochten: 70 % agieren in erster Linie als Exporteure oder Importeure, während nur 30 % – meist im Dienstleistungssektor – ausschliesslich in der Schweiz wirtschaftlich tätig sind. Doch selbst letztere bleiben in der Schweiz erfahrungsgemäss nicht von Währungsschwankungen verschont. Entsprechend stark beeinflussen die Währungsentwicklungen den Geschäftsgang von Schweizer KMU. Ein Indikator für deren Abhängigkeit ist zum Beispiel, wie oft Kauf- und Verkaufverträge in fremden Währungen aufgesetzt werden. Trotzdem betreibt fast ein Drittel der befragten KMU keinerlei Währungsabsicherung und nimmt somit die Risiken auf ihre eigenen Bücher. Ein Viertel hingegen sichert seine Fremdwährungsrisiken vollständig ab, 44 % tun dies teilweise.

Wie aber sichern sich die KMU konkret ab? Und über welche Strategien hinsichtlich Fremdwährungsrisiken verfügen sie? Für die Studie der Credit Suisse wurden vier KMU-Vertreter aus verschiedenen Branchen und Regionen zu ihren Erfahrungen befragt: der Sonnenbrillen-Exporteur Swiss Eyewear Group AG, der Reisedienstleister Ernst Marti AG, der Softwareentwickler Abacus Research AG und der IT-Produkte-Importeur Linard Distribution SA. Denn so unterschiedlich die interviewten Unternehmen auch sind, eine Gemeinsamkeit sticht hervor: Es geht ihnen um die Reduktion von Ungewissheit und die Erhöhung der Planungssicherheit.

Wie sichern Sie sich in Ihrem Unternehmen gegen Währungsunsicherheiten ab? Erfahren Sie mehr in der neusten Publikation der Credit Suisse zum Thema «Einschätzung zur Devisenkursentwicklung 2018».

Ab dem 1. Januar 2019 gelten neue Regeln für den Versandhandel: Unter anderem gibt es eine Anpassung des Mehrwertsteuergesetzes. Mit der Teilrevision sollen Unternehmen mit Sitz in der Schweiz gegenüber Unternehmen aus dem Ausland nicht mehr benachteiligt sein, wie die Eidgenössische Steuerverwaltung auf ihrer Internetseite schreibt.

Wenn ein Versandhändler pro Jahr weltweit mehr als 100’000 Franken Umsatz mit Kleinsendungen macht, die er vom Ausland in die Schweiz versendet, gelten diese als Inlandlieferungen. Der Versandhändler wird somit in der Schweiz steuerpflichtig und muss sich im MWST-Register eintragen. Sobald der Versandhändler im MWST-Register eingetragen ist, gelten nicht nur seine Kleinsendungen als Inlandlieferungen, sondern auch alle weiteren Sendungen, bei denen der Einfuhrsteuerbetrag mehr als fünf Franken beträgt.

Gemäss der bisherigen Praxis wird keine Mehrwertsteuer auf die Einfuhr (Einfuhrsteuer) erhoben, wenn der Steuerbetrag fünf Franken oder weniger beträgt (Kleinsendungen). Gleichzeitig unterliegt die Warenlieferung auch nicht der Mehrwertsteuer im Inland. Ein Käufer kann somit Kleinsendungen aus dem Ausland ohne Mehrwertsteuerbelastung beziehen. Eine gleiche Sendung eines Schweizer Händlers, der im MWST-Register eingetragenen ist, unterliegt hingegen der Inlandsteuer. Diese Regelung ändert sich ab dem 1. Januar 2019.

Steuerpflicht überprüfen

Wenn ein Händler im Jahr 2018 einen Umsatz von mindestens 100’000 Franken aus Kleinsendungen erzielt und wenn davon ausgegangen werden kann, dass er auch im 2019 Kleinsendungen ausführt, ist er ab dem 1. Januar 2019 steuerpflichtig und muss sich im MWST-Register eintragen lassen.
Wird ein Versandhändler aus der Schweiz oder dem Ausland steuerpflichtig, muss er sich selbstständig bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung anmelden. Ein Versandhändler aus dem Ausland muss dabei über einen Steuervertreter mit Wohn- oder Geschäftssitz in der Schweiz verfügen.

Weitere Informationen über die neue Versandhandelsregelung finden Sie bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung.

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