Dank wirksamer Schritte zur Erhöhung seiner Produktivität hat das Europäische Patentamt (EPA) 2016 rund 96 000 erteilte europäische Patente veröffentlicht. Dies ist eine Steigerung von 40% gegenüber dem Vorjahr… Mit über 296 000 registrierte die EPA auch bei den für Europa gültigen Patenteinreichungen („filings“) einen neuen Höchststand. Diese internationalen Patentanmeldungen gelten als Indikator für die anhaltende Nachfrage aus aller Welt nach Patentschutz in Europa. (Fig.: Wachstum der europäischen Patentanmeldungen).

Schweiz mit meisten Anmeldungen pro Million Einwohner
Die Top-5-Anmeldeländer 2016 beim EPA waren die USA, Deutschland, Japan, Frankreich und die Schweiz (Fig.: Die 50 größten Anmeldeländer und Fig.: Ursprung der europäischen Patentanmeldungen.) Die Schweiz verzeichnete gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs von 2,5%. „Die Ergebnisse von 2016 unterstreichen die Rolle Europas als attraktiver und weltweit führender Innovationsstandort“, sagte EPA-Präsident Benoît Battistelli. Die Zahl der Patentanmeldungen im Verhältnis zur Einwohnerzahl eines Landes verdeutlicht das Potential Europas, wenn es um Spitzentechnologie und Innovation geht. Dahinter reihten sich die Niederlande auf dem zweiten Rang (405) ein, vor Schweden (360), Dänemark (334) und Finnland (331). (Fig.: Europäische Patentanmeldungen pro Million Einwohner).

Medizintechnik weiterhin Top-Technologiefeld
Zwar Dennoch behauptete der Sektor seine führende Stellung im Technologie-Ranking vor den Bereichen Digitale Kommunikation und Computertechnologie (Fig.: Die anmeldestärksten Technologiefelder).